Schwäbisch | Deutsch |
A alde Kuah vergisst gern, daß se au amôl a Kalb gwea isch. | Eine alte Kuh vergisst gern, daß sie auch mal ein Kalb war. |
A alde Sonndichshos am Werdig hebt nedd so lang wia a alde Werdigshos am Sondig | Eine alte Sonntagshose hält Werktags nicht so lange, wie eine alte Werktagshose am Sonntag. |
A bissle domm isch jeder, abbr so domm wia mancher isch koiner. | Schwäbische Erkenntnis. |
A bissle isch emmer no besser wia gar nix. | Ein wenig ist besser als gar nichts |
A Bogg ond a Goiß, machad anandr hoiß. | Das ewige Spiel der Geschlechter. |
A deam hosch a Freid, wia an Hond amma Wefzganest. | Das ist ein sehr unangenehmer Mensch. |
A Frau macht sich immer Sorga um ihr Zukunft, bis se an Mann hat. A Mann macht sich nia Sorga um sai Zukunft, bis er a Frau hat. | Zumindest 'cum grano salis' würde ich sagen .. |
A Geizhals ond a fedde Sau, send erschd nochm Dod zu ebbas nuddz. | Ein Geizhals und ein fettes Schwein entfalten ihren Nutzen erst nach dem Tode. |
A gscheidr Wein hôdd nô koim Domma gschaded. | Ein guter Wein hat noch keinem Dummen geschadet. |
A Gsondor hat tausend Wensch, a Kranker bloß oin. | Ein Gesunder hat 1000 Wünsche, ein Kranker nur einen. |
A guade Ausred isch an Baddza wert. | Eine gute Ausrede ist viel wert. |
A guats Gwissa, kommt bloaß vom schlechta Gedächdnis. | Der Mensch liebt es, zu verdrängen. |
A halber Balla isch glatt nausgschmissas Geld. | Ein halber Rausch ist gar nichts wert. |
A hausigs Weib isch de beschd Sparkass. | Nichts geht über ein sparsames Eheweib. |
A Henn mo viel gackarad, legd wenig Oier. | Eine Henne, die viel gackert, legt wenig Eier. |
A Katz midd Hendschich, fängt koine Mäus. | Auf die Wahl der Mittel kommt es an. |
A lärer Gruaß gôht barfuass ! | Kein Besuch ohne Mitbringsel ! |
A Leaba wia zeah jonge Gäul. | Ein unbeschwertes Leben |
A mancher Baum blüht schee, ond drägt doch koi Fruchd. | Der Schein trügt. |
A reachdr Schwôb wird nia ganz zôhm. | Ein rechter Schwabe wird nie ganz zahm. |
A Riahle gôhd iber a Briahle. | Ein guter Schlaf ist oft besser als eine Fleischbrühe .. |
A schwarze Kuah geit au weiße Milch. | Auch schwarze Kühe geben weiße Milch. |
A Stück Brot em Sack, isch besser als a Feder am Hut. | Man muß die Dinge des Lebens richtig einschätzen ! |
A vrschiddets Wasser kannsch nemme uffheba. | Verschüttetes Wasser kann man nicht mehr aufheben. |
A wa, mr isch bloß oimol jong! | Ach was, man ist bloß einmal jung. |
A Weib ka em Schurz meh naustraga, als d´r Mann uffm Waga reiführa. | Wie wahr, wie wahr. |
A Weib schlaga isch koi Kunscht, aber a Weib ned schlaga. | Schwäbische Einsicht in die Veränderung von Partnerschaften. |
A Weiberzong isch wi an Kuahschwanz! Beide standad nia still. | Wie wahr, wie wahr. |
A wer scho als Kalb en d´Fremde gôhd, kommd als Kuah hoim. | Wir werden alle älter .. |
Alde Liab roschded net, abr schemmlig kô se wärda. | Alte Liebe rostet nicht, aber schimmelig kann sie werden. |
Äll Daag schbrengd a andre Sau durchs Dorf. | Jede Neuigkeit verdrängt die Sensation von gestern. |
Ällas isch bloß a Weile reachd, hôd dr Pfarrer gsait ond an Oschdra d´Grischbom aus dr Kirch do. | Alles hat seine Zeit .. |
Ällas wird tuirer, bloss Weihwasser edd, se werret´s wohl leichtr macha? | Bei der Kirche weiß man nie .. |
Alle Äckerla ond Wiesa, sollad uns da Hals nahfliesa. | Alle Äcker und Wiesen sollen uns den Hals hinabfließen. |
Älle henn dr gleiche Arsch | Alle Menschen sind gleich |
Alle merkat, wenn i bsoffa be, aber koiner merkt, wenn i Durscht hau. | Alle merken es, wenn ich betrunken bin, aber keiner merkt es, wenn ich Durst habe. |
Älleweil bsoffa, isch au regelmässig glebt | Man kann allem ein positive Seite abgewinnen. |
Alloi tringa isch wia alloi drescha | Allein machts einfach keinen Spaß |
Alt ond grau darfsch werda, aber nedd frech! | Alt und grau darfst Du werden, aber nicht frech! |
Am Neschd kann mr seha was fir en Vogel dren haust. | Einem Nest kann man ansehen, was für ein Vogel darin wohnt. |
Am schenschda Vogl fallad amôl d`Fedara aus. | Schönheit vergeht. |
Am Verdiena isch no koiner z´grund ganga. | Am Geldverdienen ist noch keiner gestorben |
Ama kalta Ofa kannsch de net wärma. | An einem kalten Ofen kann man sich nicht wärmen. |
Amma Müllr seggd mrs zwoimôl, amma Esel dreimôl. | Einem Müller sagt man alles zweimal, einem Esel dreimal. |
Amma Reischle isch et dr Wei schuld, sondern dr Drengr ! | An einem Rausch hat nicht der Wein, sondern der Trinker Schuld ! |
An alda Baum vrpflanzt mr net | Einen alten Baum sollte man nicht mehr verpflanzen |
An aldr Vogl vrhäld sechs Jonge, abbr sechs Jonge koin alda ! | Ein alter Vogel verhält sechs Junge, aber sechs Junge keinen alten. |
An dr Kopfarbeit isch scho a mancher Ochs zgrond ganga. | An der Kopfarbeit ist schon mancher Ochse gescheitert. |
An Mo goht nia fehl, er findet blos Neues. | Ein Mann verirrt sich nie - er findet einfach immer Neues. |
An Onkel, wo was mitbrengd, isch bessr wia a Dande, wo Klavier spielt. | Lieber ein reicher Onkel, als eine musikalische Tante. |
Au a alde Maus fend iberall a Loch. | Lebenserfahrung macht manches wieder wett. |
Au an guater Baum trägt ogleichs Obst. | Auch ein guter Baum trägt ungleiches Obst. |
Au dr stärkschde Rega fängt mit ma Tropfa an. | Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt. |
Au dünne Späddzla gebat an broida Arsch. | Auch Kleinvieh macht Mist. |
Au kloine Leut könnat große Schatta werfa. | Auch kleine Menschen können große Schatten werfen. |
Au scheene Äpfl faulat. | Auch schöne Äpfel werden eines Tages unansehnlich. |
Au wemmr alt wird wia a Kuah, mr lernt emmr was drzua. | Der Mensch wird alt wie eine Kuh und muss lernen immer zu. |
Aus amma Scheißhafa wird nia a Suppaschissl ! | Die meisten Dinge ändern sich nicht ! |
Aus andrer Leut Haut isch guad Reama schneida. | Den Splitter im Auge des anderen sieht man eher als den Balken im eignen. |
Aus Bibberla werrad Gääs ond aus Kender amôl Leud. | Aus Küken werden Gänse und aus Kindern mal Erwachsene. |
Aus ema Besastiel kaasch nedd guad a Flöte schnitza. | Aus einem Besenstiel kann man keine Flöte schnitzen. |
Bacha isch net gsodda ! | Man kann nicht alles über einen Kamm scheren ! |
Bei de Reiche lernt ma s´spara, bei de Arme s´kocha. | Bei den Reichen lernt man das Sparen, bei den Armen das Kochen. |
Beim Biegla gibd sich viel, hot sell´r Schneidr gsaid, wo da Hosalada henda nôgnähd hodd. | Einfach immer optimistisch ans Werk gehen. |
Beim Schaffa friera ond beim Essa schwitza, des send mr dia Rechte. | Bei der Arbeit frieren und beim Essen schwitzen - diese Menschen mag ich nicht. |
Berg ond Tal kommat net zsamma, abbr d`Leit. | Berg und Tal kommen nicht zusammen, aber die Menschen. |
Bergab schiebet älle Heilige, berguff aber koi Teifel. | Bergab schieben alle Heilige, bergauf aber kein Mensch. |
Besser an wiaschdr Bläddz als a schandlichs Loch | Besser ein hässlicher Flicken als ein grässliches Loch |
Besser reich glebt wia arm gstorba. | Besser reich gelebt als arm gestorben. |
Besser, mr denkt ällas, was mr sagt, als mr sagt ällas, was mr denkt. | Schweigen ist Gold .. |
Bessr a Gladdz, als gar koine Hoor. | Besser eine Glatze, als gar keine Haare. |
Bessr mid Rei vrkaufa, als mid Rei b´halda. | Besser etwas mit Reue verkaufen, als mit Reue behalten. |
Bevor I me schlaga lass, nemme nô a Schdiggle. | Dann bin ich halt mal so frei .. |
Billig vrkaufa ond schlechd heirada, kôsch äll Dag. | Schlechte Geschäfte machen ist keine Kunst. |
Blaugraud bleibd Blaugraud ond Braudgloid bleibt Braudgloid | Schwäbischer Zungenbrecher |
Bloß Domme moinet, d´Gscheide wüssdad älles. | Ich weiß, daß ich nichts weiß. |
Bsuach isch scho reachd, solang er dia Schuah net raduad. | Besuch freut einen zweimal: wenn er kommt und wenn er geht. |
Da beisst koi Maus an Fada ab. | Da führt kein Weg dran vorbei |
Da sprenget Mäus mit bluadige Zehanägel d´Stiag nuff ond ra. | Hier ist nichts zu holen. |
Dädsch Du mi nehma, wann i Di wedd? | Schwäbische Liebeserklärung... |
De Alte sagt mr nedd älles, ond dia Jonge braucht nedd älles wissa. | Den Alten sagt man nicht alles, und die Jungen müssen nicht alles wissen. |
De beschde Händl send zu nix nuddz. | Der beste Streit ist für die Katz. |
De Domme send onserm Herrgott seine liebschde Kinder. | Den Seinen gibts der Herr im Schlaf. |
De gscheite Leut ganget d´Hoor raus, Sauköpf muaß mr brüha. | Manche sind halt etwas zäher. |
De Reiche ihre Mädla ond de Arme ihre Kälbla kommad ällaweil an da Mô. | Manches kommt eben leichter an den Mann. |
Dem hot Katz en´s Feierzeig bronzt. | Dem klebt das Pech an den Fingern. |
Dem kalbt dr Sägbock | Der hat unverschämtes Glück |
Dem kaschd ônderwegs d´Schuah ausziaga. | Ein Mensch ohne Mumm in den Knochen |
Dem muasch an a Frau en Wasseralfinga giassa lassa. | Der findet an jeder Frau etwas auszusetzen. |
Dem muasch au a Frau en Wassralfinga giassa lau. | Ein Mann, dem keine Frau gut genug ist. |
Dem oina sein Dod, isch am andra sei Brod. | Dem einen sein Tod, ist des anderen Brot. |
Dem sei Weib brauchd edd ens Gschäft schbrenga, er weckt se beizeit. | Gott erhalte mir meine Gesundheit und die Arbeitskraft meiner Frau. |
Den holt dr Deifl amôl pfondweis. | Der holt der Teufel mal in kleinen Portionen. |
Den kôsch net braucha, der hot zwoi lenge Hend ond dia no em rechda Hosasack | Ein völlig unbrauchbarer Mensch ! |
Den schenierd d´Mugg an dr Wand | Dem kann keiner was recht machen |
Der bläht sich uff wia drei Oier em Gredda. | Der gibt an wie zehn nackte Neger. |
Der bläzged wie a alta Kua da Buggl nauf | Der schnauft wie eine alte Kuh am Berg .. |
Der butzt Nôs, eh er schneuzd | Der ist ein übergenauer Mensch |
Der däd am libschda nô an Zaunstecka melga. | Der versucht auch aus allem einen Vorteil zu ziehen. |
Der danzd wia da Lomb am Schdegga ! | Der tanzt wie verrückt ! |
Der Deifl hängd koi Gleggle ans Wei´glas. | Der Teufel hält einen niemal vom trinken ab. |
Der dreht an Pfennig zwoimol om, bevor er n wieder eisteckt. | Der dreht den Pfennig zweimal um - bevor er ihn wieder einsteckt. |
Der druckd nei wia dr Michel en Himmel | Ein überaus rücksichtsloser Mensch |
Der druckd rei wia d´Kälde. | Ein rücksichtsloser Mensch |
Der duad wia d´Gois am Bendel! | Der ist völlig aus dem Häuschen! |
Der Gerechte muß viel leida, hot seller Mesner gsait, als er zum Läuta ganga isch. | Im Schwäbischen klingen 'läuten' und 'leiden' fast gleich, eben 'leida'. |
Der goht mit em Geld om wia dia Sau mit em Stroh. | Der geht mit Geld um wie ein Schwein mit Stroh. |
Der graddled drher wia a Pflugschleif | Der kommt breitbeinig daher |
Der hodd sei rode Nas au nedd von z'enge Schuah. | Dem seine rote Nase rührt auch nicht von zu engen Schuhen her. |
Der hot a Graddl wia Bschdandgoiß. | Der ist eingebildet wie eine Zuchtziege. |
Der hot a scheene Leich ghedd. | Das war eine gelungene Beerdigung. |
Der hot an Krattel, wie a Stall voll Enta. | Ein Großkotz, wie er im Buche steht. |
Der hot ao zwoi Händ, oine zom nemma ond oine zom bhalta. | Der hat ein sehr einnehmendes Wesen. |
Der hot meh Dregg am Schtecka, als Hoar am Grend | Der hat mehr Dreck am Stecken, als Harre auf dem Kopf |
Der hôdd nix zum saga, ond woiß au nedd wia. | Den kanst Du vergessen! |
Der hôdd sei roode Nôs au nedd von de zu kloine Schuh! | Dessen rote Nase kommt nicht von zu engen Schuhen! |
Der hôdd Wada wia Spatz Krampfadara. | Über einen Mann mit ganz dünnen Beinen. |
Der isch am libschda dô, wo scho gschafft, aber no net gessa isch. | Der drückt sich gerne vor der Arbeit. |
Der isch hell en dr Kapell. | Der ist ganz schön helle im Köpfchen. |
Der isch Pederleng uff älle Subba. | Der tanzt auf allen Hochzeiten. |
Der isch so phäb, der druckt zwoimol ama Furz. | Der ist so knickrig, der drückt sogar zweimal am gleichen Pups. |
Der isch wia a Furz en dr Latern. Der leichded kuarz uff ond no stenkt´r. | Management by helicopter: einschweben, Staub aufwirbeln und abschwirren.. |
Der isch z`domm zom a Loch en Schnai brônza. | Der ist zu allem zu blöde. |
Der lebt wia d´Spatz em Hanfsôma. | Der lebt wie Gott in Frankreich. |
Der moint au, er häb Milch em Hafa, dabei scheind blos dr Mond nei. | So kann man sich täuschen. |
Der moint au, er könnt mit ma Furz an ganza Acker dünga. | Ein unverbesserlicher Optimist. |
Der moint au, seine Läus könndad da Schmupfa griaga, wenn´r Kapp raduahd. | So sagt man über einen sehr hochnäsigen Mensch |
Der schielad so, der siehd em Mittwoch schau boide Sonndich | Der schielt so, daß er am Mittwoch beide Sonntage sehen kann. |
Der siahd dr Kuah am Eidr â, was dr Buddr en Paris koschded. | Einer der das Gras wachsen hört |
Der soll dia Subb sälbr ausleffla ! | Was man sich eingebrockt hat, muß man auch selbst auslöffeln ! |
Der spart Pfennig ond läßt d Mark vrrecka. | Der spart an den Pfennigen und macht dann die Mark kaputt. |
Der suachd an Gaul und reit uff eam. | Der sieht vor lauter Bäumen den Wald nichtt. |
Der wär erscht recht, wenn mr´n oba ond onda absäga ond no d´Mitte wegschmeißa dät. | Den kannst Du vergessen! |
Der wurd au em Schmalzhafa net fedd. | Ein dürrer Mensch |
Der ziagd koi Wurschdhaut vom Dellr. | Der bringts nicht. |
Des gibt Luft, hôdds Mädle gsagt, als se Zwilling griagt hodd. | Nur keinen halben Sachen! |
Des Gschäffd hot dr Deifl gsäh ! | Das ist kein Segen drauf! |
Des gschied meiner Mutter reachd, daß mi´as an Finger friert, warom hot se mir koine Hendschich gä! | Typische schwäbisch- verdrehte Logik |
Des gôht ronter und ra, wi a Bachstelzafiedle. | Ja, im Leben gehts halt mal rauf und mal runter. |
Des isch a Gschäft wias Katzamacha. | Das geht leicht von der Hand. |
Des isch a Konschd, amma nackda Ma en Dasch nei langa. | Fragen Sie dazu mal Ihre Ehefrau .. |
Des isch a Weddr fir mei Knächd, schaffad se edd, frierad se rächd. | Pragmatische schwäbische Unternehmerseinstellung |
Des isch besser als a Dasch voll Gsälz oder a Gosch voll Glufa. | Das ist immer noch besser, als eine Tasche Marmelade oder ein Mund voller Stecknadeln. |
Des isch bessr, als en d´Hos gschissa! | Immer noch besser, als gar nichts |
Des isch ghopft wia gschbrônga | Das ist völlig egal |
Des isch glar wia Wurschdbriah | Das ist doch sonnenklar |
Des isch net an Hemmel z`môlad. | Das ist so schön, das kannst Du nicht mal an den Himmel malen. |
Des ischt an Kerle wia an Christboom - der läßt sich älles ufhänga. | Der ist wie ein Christbaum, dem kannst Du alles anhängen. |
Des Leba isch schee, abbr zu teuer. | Das leben ist schön .. aber zu teuer. |
Des schlechtest Wagarad knarret am lauteschda. | Das schlechteste Wagenrad knarrt am lautesten. |
Desmôl glaub i des nomôl, abbr s´nächschde Môl liagsch me nemme so a ! | Verbreite doch keine solche Lügen .. |
Dia arme Leit zahlet au, wenn se Geld hent. | Die armen Leute bezahlen auch dann, wenn sie Geld haben. |
Dia Demmschde send de Schlemmste. | Dummheit sollte ab und zu strafbar sein. |
Dia eigene Leut kann mr sich nedd raussuacha, aber dia Schwiegerleut. | Die eigene Verwandschaft kann man sich nicht aussuchen, aber die Schwiegereltern. |
Dia greeschde Lomba send oft die ehrlichste Leut. | Trau schau wem. |
Dia hangad drô, wia Goiß em Melkkiebl. | Diese Frau ist unmöglich angezogen. |
Dia Jonge deand, was se bei de Alde seahnt. | Kinder leben das Beispiel ihrer Eltern. |
Dia kloine Lomba sperrt ma ai, vor der große lupft mr dr Huad. | Die kleinen Gauner sperrt man ein, die Großen lässt man laufen. |
Dia Liab vergôht, abbr Sach bleibt Sach. | Liebe vergeht, aber Besitz bleibt Besitz. |
Dia Männer send älle gleich. Se sehad bloß onterschiedlich aus, damit mr se auseinanderhalten kann. | Männer sind alle gleich, sie sehen nur unterschiedlich aus, damit sie auseinander halten kann. |
Dia schwäbische Mädla send älle schö, ausgnomma dia wiaschte! | Ist ja auch logisch. |
Dia Weld isch groß, sia gôhd bis noch Kembda na.. | Schwäbische Landkarten sind halt anders |
Dia Welt ischt vrdreht: ama volla Beutel trägsch leicht, ama leera schwer. | Die Welt ist merkwürdig: an einem vollen Geldbeutel trägt man leicht, an einem leeren aber schwer. |
Dia Woch fängd guat an, hot d´Hex gsagt, als mr se am Mödich vrbrennd hot.. | Montag neun Uhr und die Woche nimmt kein Ende. |
Dia zwoi sind an ganze Bettlad voll Leit. | Ein 'gewichtges' Ehepaar. |
Do fendad sieba Kaddza koi Maus ! | Da ist wirklich nichts zu holen. |
Do findat sieba Katza koi Maus. | Da finden auch sieben Katzen keine Maus. |
Do hend au scho schenere Mischd glada. | Über eine wenig ansehnliche Frau |
Do hilfd ällas bädda nix ! | Da kann man halt nichts machen ! |
Do hilfd ällas bädda nix, dô ghairt Mischt nô | Da heißt es Ärmel hochkrempeln und zupacken... |
Do hosch dei 'I due dr nix', hots Mädle gsait, wia se em Karle ´s Kind brocht hot. | Vorsicht bei leichtfertigen Versprechen |
Do hot mei Vaddr gmiggd, dô migg i au, ond wenns da Berg nuffgôhd. | Da hat mein Vater gebremst, da bremse ich auch, .. und wenn es den Berg hinauf geht. |
Do hots Fiedle s´Bronza glernt. | Durchfall ! |
Do isch dr Kirchturm an da Zwedschgabôm bonda. | Da wohnen ganz unehrliche Menschen .. |
Do isch dr Märgd scho vrloffa | Da ist jetzt gar nichts mehr los |
Do isch d´Hebamm au nemme schuld | Das ist halt ein unabwendbares Ereignis |
Do kommet d´Meis mit verheulte Auga d´Behnatrepp ra. | Das sind richtig arme Leute. |
Do miassad Beggr komma ond keine Bräddzla! | Da müssen Fachleute ran ! |
Do miassat Bäggr komma ond keine Bräddzla ! | Da muß ein Fachmann ran ! |
Do muasch a Bröschle namacha, daß de woisch, wo vorne und hinda isch. | Eine Frau mit den Traum-Maßen: 60-60-60 |
Do muasch halt alle Faife grad sei lao! | Da kann man halt nichts machen. |
Domm derf mr sei, abbr net dabbich ! | Dumm darf man sein, aber nicht unpraktisch ! |
Dommstella isch leichdr als gescheid sei. | Dummstellen ist einfacher als vernünftig zu sein. |
Dr 'Prost' hodd scho so manchen s'Häusle koschded. | Das "Zum Wohl sein" hat schon schon manchen um sein Haus gebracht. |
Dr beschd Bauer ackred amol a kromme Furch.. | Jedem geht mal was daneben |
Dr beschda Katz kommd amôl a Maus naus. | Auch die beste Katze fängt nicht immer jede Maus. |
Dr Ehestand isch a Proessiô´, wo mr´s Kreuz voraustrait! | In guten wie in schlechten Tagen, heisst es nicht ohne Grund. |
Dr Geiz ond Beddelsagg send boide bodalos. | Der Geiz und der Bettelsack sind beide unergründlich tief. |
Dr Hemmel isch blau, au wennd Maulwürf blend send. | Tatsache bleibt Tatsache. |
Dr Kruag gôhd solang zôm Mund, bis mr brichd. | Die Schattenseiten des süffigen Trollingers |
Dr Ochs gibt koi Milch. | Manches läßt sich nicht erzwingen. |
Dr oine hebt ond dr andre lässd ed fahre | schwierige Situation |
Dr oine isch halt g´minzt fir da Scheißhafa, ond dr andere firs Kantabrett. | Das Schicksal eines Menschen hat seine eigenen Gesetze. |
Dr Oinzige isch scho dr Oinzigschde. | Schwäbische Logik. |
Dr Schwôb, der wird mit vierzga gscheit, dia andre net en Ewigkeit! | Ich bin Schwabe und 46 Jahre alt, aber ich warte immer noch darauf. |
Dr Wenn ond dr Hett hennt noa nia nix ghett. | Wenn das Wörtchen Wenn nicht wär ... |
Dranei fahra wie d`Goos uff d`Äbbflbuddza | Sich gierig auf etwas stürzen |
Dreimôl abgsägd, ond emmer nô z`kurz. | Dreimal abgesägt, und immer noch zu kurz. |
Drvo laufa wia d`Sau vom Droog. | Sich um gar nichts kümmern. |
Du hangaschd dô, wia dr Spatz am Scheißheisle. | Du machst keine gute Figur. |
Du hoggsch dô wi an Schibbasechsr | Du sitzt da wie ein Häuflein Elend |
Du hoggsch dô wia Pfond Schniddz | Du sitzt da wie ein Häuflein Elend |
Du hoggsch dô wia vrmähte Krodd! | Du siehst aus, wie ein Häufchen Elend! |
Dui Goiß, wo am meischta meckert, gibt am wenigschta Milch. | Viel Wind um nichts machen. |
Dui hot a Herzle wia a Meisle a Fauschd. | Flachbrüstige Frau |
Dui hot därfa au koin Brotloib ommasonscht essa. | Wenn eine Frau gleich nach der Hochzeit schwanger wird |
Dui isch au net hälenga uf dr Welt. | Diese Frau vergisst man nicht so leicht. |
Dui isch so fett, daß Dir dr Spritt ausganga däd, wenn de mit ma Mofa om se rom fahra miasdeschd! | Über eine sehr vollschlanke Frau .. |
Dui leit em Bett, bis d´Kuah an Baddza gibt. | Diese Frau steht erst sehr spät auf. |
Dui siahd aus wia a vorloffener Bachstoikäs | Eine Frau mit unförmiger Figur |
Dui siehd von henda aus wia elfe ond von vorna wia dreivierdl zwelfe. | Von hinten Lyzeum, von vorne Museum. |
D´Dama hend´s Vorrecht, hot der Sautreiber vo Ulm g´sait ond hot d´Sau vorausdrieba. | Ehre, wem Ehre gebührt .. |
D´Fremde gibt Leut, hot sellas Mädle gsagd ond isch mit ema Schubbkarra voll Kender hoimkomma. | Lern den Schnitt am fremdem Tuch .. |
D´Weiber hennd emmer recht, bsonders dia oigne. | Der Frauen Stimme ist Gottes Stimme. |
Dôfier kôsch koi Goiß bogga lao | Das ist zuwenig |
Ed bruddled isch au globd | Nicht zu schimpfen, ist auch eine Art Lob |
Em Dregg isch nô koi Sau omkomma. | Ein bischen Dreck schadet niemand. |
Ema Arma blost dr Wend ens Gsicht, er kann standa wia er will. | Einem Armen bläst der Wind ins Gesicht, egal wie er sich auch hinstellt. |
Emma Durschtiga isch guat ei´schenka. | Das ist wirklich einfach. |
Emma Zuagucker, isch koi Ärbet zviel. | Unbeteiligte haben immer die besten Ideen. |
Emmr schee roifla, abbr nia saua ! | Eile mit Weile |
En ällam isch Bschiss, blos en dr´ Milch isch Wasser. | Überall ist Betrug, nur in der Milch ist Wasser. |
En anderer Leid Kiche isch guad kocha. | In anderer Menschen Küche ist es leicht zu kochen. |
En dr wüasteste Hecka, send oft de schönste Neschter! | Der erste Eindruck täuscht oft. |
En Schduagrd will i net amôl dod iberm Zaun hänga! | Abfällig über Stuttgarter Mitbürger. |
Es hôd koin Goggl gern, wenn Fremde auf am Mischd scharrat. | Jeder soll sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern. |
Es isch besser, mr derf nemme hoimkomma, als mr derf nemme fort. | Man muss die richtigen Prioritäten setzen. |
Es isch nô koi Gans em Wasser vrsoffa. | Manche Dinge sind einfach vorsehbar. |
Es ischt koiner so domm, es läuft emmer no a Dümmerer rom. | Kein Niveau lässt sich nicht nach unten toppen. |
Es kennad nedd älle Herra sei, wer däd no dia Säu hüata. | Es können nicht alle Herren sein, wer würde denn dann die Schweine hüten. |
Es will net hüsda ond net hodda | Es geht nicht voran |
Etz hudle doch edd so, dr Mensch isch doch koi Eilboschd, sonscht wärar gael agschdricha. | Aktie Gelb ? |
Gässa wär, wenn noh au scho gschaffd wär ! | So, das Essen war gut, leider winkt jetzt die Arbeit ! |
Geizige Leud isch schlechd wäscha, dia reid sogar dr Dregg. | Geizige Menschen sind schwierig zu waschen, die reut sogar der Schmutz. |
Geld hann ond koin Durschd, isch nedd so schlemm, wia Durschd hann ond koi Geld. | Geld zu haben und keinen Durst ist nicht so schlimm, wie das Gegenteil. |
Gleggarad isch au gschissa ! | Kleinvieh macht auch Mist. |
Gleggarad isch au gschissa, bloss net auf an Haufa. | Kleinvieh macht auch Mist. |
Gloine Häfala laufad bald ieber. | Kleine Töpfe laufen schnell über. |
Gott em Herze, a Mädle em Arm, s´erste macht seelig, s´zwoide macht warm! | Gott im Herzen, ein Mädchen im Arm. Das erste macht seelig, das zweite macht warm. |
Grad reachd, dass Goiss verreckt, s´Heu isch so rar. | Positives Denken a la Schwaben |
Grombiara mit Liab send besser, wi´a Bratwurscht mit Zänk! | Mit Geld kann man nicht alles kaufen. |
Groß ond faul geit au en Gaul, gloi ond digg geit au a Schdigg. | Groß und faul gibt auch einen Gaul, kelin und dick gibt auch ein Stück. |
Große Schdich bringad au Geld, hodd selle Nähere gsait. | Große Stiche bringen auch Geld, hat die Näherin gesagt. |
Gscheidr, mr denkt ällas, was mr sait, als mr sait ällas, was mr denkt. | Wenn Du geschiegen hättest, hielte man Dich immer noch für einen Philosophen. |
Gschwätzt muaß sei, wenn´s Maul net labert, schwätzt´s Fiedle. | Der muß auch zu allem seinen Kommentar abgeben. |
Guad bissa, isch halb gschissa! | Die moderne Ernährungslehre wird da wohl recht geben. |
Guad g´aggarad isch halb düngd. | Gut geackert ist schon halb gedüngt. |
Ha, des isch doch Wasser en Bach traga. | Das ist doch Eulen nach Athen getragen. |
Hätt mrs nedd, no dät mrs nedd. | Hätte man es nicht, dann würde man es nicht. |
Haubdsach, mr isch gsond ond d´Frau hot a Ärbad. | Hauptsache, man ist gesund und die Frau verdient die Kohlen. |
Heile, heile Seegn, drei Dag Regn, drei Dag Schnee, morga duads scho nemme weh! | Schwäbischer Trost für kleine Kinder |
Heit siah i aus wia kotzte Milchsupp. | Ich fühle mich heute sehr mies. |
Henderschefirre isch au gfahra ! | Man kann das Pferd auch vom Schwanz her aufzäumen |
Heul nô a bissle, nô muasch nemme soviel soicha. | Alles ist zu etwas gut. |
Hocka und schlotza isch besser wia standa und schaffa. | Naja, alles halt zu seiner Zeit. |
Hohe Feuerla brennat nedd lang. | Lodernder Feuer brennen nicht lange. |
Hoiß isch erschd, wenn d´Heahla gsoddene Oier legad. | Zu Kindern, wenn diese über die Hitze klagen. |
I frai mi druff wia´s Hondle uffs metzga. | Ich freue mich darauf wie ein Schneekönig. |
I hau Gligg bei de Fraua, mir gfällt a jede. | Schwäbischer Macho-Spruch |
I hau scho viele Dürre sterba gseha, aber no koin Dicka blatza | Aber das Cholesterin schlägt halt anderweitig zu |
I ka au net an jedan Dregg denga, hot´s Weib g´sait, wia s´es Mittagessa vergessa hodd. | Man kann wirklich nicht an alles denken. |
I ka essa ond drenga was I will, I han am Schaffa oifach koi Freid! | Ich kann essen und trinken was ich will, trotzdem macht die Arbeit keinen Spaß! |
I kôa net noch älle Mugga schlaga | Ich kann nicht alles zugleich machen. |
I moß gau gau ond omm´a Gugg gugga, zom Broggela brogga | Ich muß nach einer Tüte sehen, um darin Erbsen zu pflücken. |
I schmeiss dr au amôl an Schdoi en Garda. | Ich tue Dir auch mal einen Gefallen! |
I will d´Welt et verschdenka, hot dr´Spatz gsait ond hot en Bach gschissa. | Nie den Blick für die Realität verlieren. |
Iss dass de ebbas wirschd, nix bischde scho lang gnuag. | Iss, dass Du etwas wirst, nichts bist Du ja schon lange genug. |
Je äldr dr Bock, je härter s`Horn. | Je älter der Bock, je fester das Horn. |
Je öfdr Dei Grend en dr Zeidong kommd, je öfdr butzad d´Leid da Arsch mit dr ab. | Die Schattenseiten des Ruhmes |
Jeder Schlabbr fend sein Dabber. | Jeder Topf hat seinen Deckel. |
Jeder Topf fend sein Deggl | Jeder Topf findet seinen Deckel |
Jedr hôdd an Brand am Arsch, glemmd er edd, nô gloschded´r. | Jeder hat seine Fehler. |
Jeds Häfale find sei Deggale | Jeder Topf findet seinen Deckel |
Jetz isch d´Kadz scho da Bôôm nuff | Jetzt ist es zu spät |
Jetz isch Matthäi am ledschda. | Jetzt ist wohl alles zu spät. |
Jetzt hemmer no a paar schlechte Johr, no send dia guate Zeita vorbei. | Es liegen noch ein paar schlechte Jasre vor uns, dann sind die guten Zeiten vorbei. |
Jongfra ond Oier soll mr edd zlang aufheba. | Verfallsdatum beachten |
Jô, au s´Wassr isch nemme so nass wia friher.. | Ob das auch am Ozonloch liegt ? |
Kloivieh macht au Mischt | Kleinvieh macht auch Mist |
Koiner hot se wella, aber i han se glei griagd! | So kommt man auch zu einer Ehefrau. |
Könnt mr jedes Ding zwoimal mache, stünds besser om älle Sacha. | Wenn man alles zweimal machen dürfe, stünde es besser um diese Welt. |
Kuahdregg ond Buddr, hend oi Muddr | Freud und Leid liegen nahe beieinander |
Lang leaba wellat älle bloß nedd alt werda. | Lange leben wollen alle, aber keiner will alt werden. |
Langsam doa kommt au hoim - aber a Stond später. | In der Ruhe liegt die Kraft. |
Leidr hodds auf der Welt meh Hond als Knocha. | Wie wahr, wie wahr. |
Liaber hongrig ens Bett als mit Schulda uffstanda. | Lieber hungrig zu Bett gehen, als mit Schulden aufwachen. |
Liabr a dutzend Neidr, als oin Mitleidr. | Neid muß man erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt. |
Liabr a Laus em Kraut, wia gar koi Floisch. | Hunger ist der beste Koch. |
Liabr a reichs Bäuerle, als an arma Baur. | Lieber ein reicher Bauer, als ein armer Bauer. |
Liabr da Bauch verenkt, als am Wirt was gschenkt! | Diese Meinung ist bei den Schwaben immer noch tiefverwurzelt. |
Liabr en guada Nochbr, als en weida Freind ! | Lieber einen guten Nachbarn, als einen Freund in der Ferne ! |
Liabr en Sagg baddscha als oine uff da Buggl kriaga ! | Lieber austeilen als einstecken |
Liabr hälenga gscheit, wia o´heimlich blöd. | Lieber ein heimlicher Pfiffikus, als ein unheimlicher Blödmann. |
Liabr mehr esse, als zwenig drenga! | Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. |
Lompa hemmer grad gnuag, aber viel z'iel Feddza. | Lumpengesindel gibt es genug, aber viel zuviel Schlawiner. |
Lustige Leut machad meh Dommheita wia traurige, aber drfür schönere. | Lustige Menschen machen mehr Dummheiten als traurige, aber dafür schönere. |
Ma muass in manchen saura Apfel beißa, bevor ma en siaßa verwischt. | Mann muss viele saure Äpfel probieren, bevor man einen sußen entdeckt. |
Mach a Fauschd, wenn de koi Hand hosch ! | Zieh den Rotz hoch und sei ein Mann. |
Mach´s gern, sonschd muaß´esch ogern doa ! | Mach es lieber mit Freude, sonst mußt Du es ungern tun! |
Magscht du mi au, em Fall daß i´ di mega dät ? | Schwäbische Liebeserklärung |
Manch oiner kommt zu ällem Möglicha, bloß net zu sich selber. | Manch einer kommt im Leben zu vielem, aber nicht zu sich selbst. |
Manche hend zwoi Mäga, aber koi Hirn. | Manchen haben zwei Mägen, aber kein bischen Verstand. |
Manchen hält mr fir fett, dabei isch er bloß gschwolla. | Mancher hält sich für den Käse, dabei stinkt er bloß! |
Manches wird besser pfiffa wia gsagt. | Manches drückt man besser durch Pfeiffen als durch Reden aus. |
Mir isch gleich, ob e leer lauf oder nix trag. | Das ist gehopft wie gesprungen. |
Mit amma Löffel Honig fangt mr meh Mucka wia mit amma Faß voll Essig. | Mit einem Löffel Honig fängt man mehr Fliegen als mit einem Fass voller Essig. |
Mit andrer Leid Fiedle isch guad durchs Fuier rudscha. | Mit anderer Leute Gesäß ist es leicht, durchs Feuer zu rutschen. |
Mit andrer Leit Fiedle isch guad durchs Feier rutscha | Man muß sich nur zu helfen wissen. |
Mit bigga ond drigga, kommd mr durch älle Ligga. | Mit bücken und drücken, kommt man durch alle Lücken. |
Mit de Domme dreibd mr d`Weld om. | Mit den Dummen treibt man die Welt um. |
Mit deam Messr schneidsch kalds Wassr bis uff da Grond. | Dieses Messer ist völlig stumpf. |
Mit dera könnt mr Wänd neischmeißa, dia dät no froga, mo´s bocklat. | Über eine selten dumme Frau. |
Mit Gudsei biassd mr Sach ei ! | Gutes tun, aber mit Bedacht ! |
Mit Gwalld kô mr au an Igel floha. | Mit Gewalt kann man auch einen Igel von Flöhen befreien. |
Mit Gwalld reissd mr dr Kuah da Schwanz raus. | Manches geht nur auf die sanfte Art |
Mit kloine Schritt kommt´s Geld ens Haus - naus machts große. | Daher im kleinen sparen, dann reicht es auch für das große. |
Mit volle Hosa isch guat schtenke. | Wer kann, der kann. |
Moina derf mer, aber net moina mr derf. | Immer realistisch bleiben! |
Morga isch au nô an Dag zom Nixdoo. | In der Ruhe liegt die Kraft. |
Mr glaubt et, was in oin neigôht, wem´r langsam duaht ond an anderer zahlt | Typische schwäbische Lebenseinstellung. |
Mr hôdd no nia gherd, daß s´Loch dr Maus nôchschbrengd | Noch nie ist das Mausloch der Maus nachgesprungen |
Mr kann halt ned älle Berg ebe macha. | Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit |
Mr kann halt ned älle Berg ebe mache. | Freiheit ist dei Einsicht in die Notwendigkeit. |
Mr kô au ohne Alkohol luschdig sei, abbr I gang liabr auf Nommr sicher. | Man kann auch ohne Alkohol lustig sein, aber ich gehe lieber auf Numemr sicher. |
Mr kô koin Furz, uff a Brettle nagla. | Das lässt sich nicht verzwingen. |
Mr kô net gleichzeitig scheißa, Kraut hacka ond am Pfarrer d´Hand gä. | Alles zur gleichen Zeit zu erledigen, geht halt nicht |
Mr kô net nôch älle Mugga schlaga! | Man kann nicht alles zugleich tun! |
Mr muass es Geld von de Leid nehma, von de Beim kô mr s nedd schiddla. | Mann muss das Geld von den Menschen nehmen, von den Bäumen kann man es ja nicht schütteln. |
Mr muass essa ond vrgessa. | Man muss essen und vergessen können. |
Mr muass heua solang d`Sonna scheind. | Man muß Heu machen, solange die Sonne scheint. |
Mr muaß viel lerna, bis mr woiß, wia domm dass mr isch. | Man muß viel lernen, um erkennen, daß man eigentlich nicht weiß. |
Mr segd net äwwl Mulle, mr segd au Kaddz. | Man sagt nicht nicht nur Kätzchen, man sagt auch Katze. |
Mr sodd's Loitsoil net aus dr Hand geba, solang mr no uf em Waga sitzt. | Solange man noch auf dem Wagen sitzt, sollte man das Steuer nicht aus der Hand geben. |
Mr sott net fliaga, wemmr koine Federn hodd. | Nie sich selbst überschätzen. |
Mr sott net höher scheißa, als mr mit am Arsch nufflangt. | Immer auf dem Teppich bleiben. |
Mr spannt dr Waga nedd vor d Ochsa. | Auf die Reihenfolge kommt es an. |
Nach Ulm isch weider als zua Fuaß ! | Schwäbische Relativität ! |
Nei isch hald andersch, wia nauss, hôdd dia sell Hebamm gsaid. | Manches kann man nicht vergleichen |
Neie Bäsa kherad guad, abbr d`alde kennad d´Eggla guad . | Neue Besen kehren gut, aber die alten kennen die schmutzigen Stellen besser. |
Nix gschwätzt, isch gnuag globt. | Kein Kommentar, ist Lob genug. |
Nix hann isch au a ruhigs Läba. | Nichts zu besitzen kann ein ruhiges Leben sichern. |
Nix isch ommasoschd, wemmer drfür zahlt wird. | Nichts ist umsonst, wenn man dafür bezahlt wird. |
No koi Angschd, s`wird scho komma s`kald Weddr ond koine Schuah. | Warte es nur ab, das Unglück wird schon kommen. |
No koin Dômma an Deiggsl | Lass mich mal ran |
Noch de Flitterwocha, kommet Gwitterwocha. | Ehealltag |
O'kraut brauchsch net giaßa. | Unkaut wächst auch ohne ständiges gießen. |
Oft muass an Hafa erschd hee gau, bevor mr mergd, was mr an´nem ghedd hodd. | Das gibt es auch in Partnerschaften. |
Oh gera, sagad Baura, wenn se miasad. | Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit |
Oh, wenn i no em Hemmel wär ond mid Pfannakuacha zuadeggd! | Doch des Glückes ungeteilte Freude, ward keinem Irdischen zuteil |
Oimôl em Johr isch ao em gloinschda Ort a Kirbe. | Man soll niemals nie sagen. |
Oiner woiss nia ällas, sonsch breicht mr jô koin Rood! | Einer allein weiß nie alles, sonst bräuchte man sich ja keinen Rat einzuholen. |
Om en hooriga Fuaß darf mr edd heila ! | Um Tieresollte man nicht weinen ! |
Omasoscht isch dr Tod, ond der koscht´s Leba. | Nicht ist umsonst, sogar der Tod kostet das Leben. |
Ommasoschd isch bloß dr Dod, ond der koschts Leba | Umsonst ist nur der Tod, und der kostet auch das Leben |
Omms Nomgugga kasch nemme romgugga | Die Einsicht, dass alles mal ein Ende haben wird |
Onderm Disch isch au en dr Schduub. | Hauptsache, es schmeckt ! |
S'goht älles, sogar a Wagarad, wemmer's schmiert. | Alles geht, sogar ein Wagenrad, wenn es gut geschmiert ist. |
S'schwätzt koiner g'scheiter raus wianer isch. | Es redet keiner intelligenter daher, als er ist. |
S'vorig Johr war emmer besser. | Das letzte Jahr war immer besser. |
S'wird scho so sei solla, sonst wär's nedd so. | Es ist schon in Ordnung so, sonst wäre es ja auch nicht so. |
Schaffa isch hald a Gschäfd ! | Arbeit bleibt halt Arbeit ! |
Schdôôd em Novembr noch das Korn, isch es hald vergassa worn. | Man kann nicht an alles denken |
Schee ond guad, send selda onder oim Huad. | Schön und gut sind Eigenschaften, die selten gemeinsam auftreten. |
Scheissa ka jeder, aber da richdige Dufd nagriaga isch a Kunschd. | Drum stinke wem Gestank gegeben |
Scheißa kô jeder, abbr da richtige Duft nôkriaga isch a Kunscht. | Der Teufel liegt im Detail. |
Schenka kan i dir´s leider net, sonsch koascht koi Skonto mehr abziaga. | Das leuchtet jedem ein! |
Schlechdd säha dua i emmr bessr. | Mein Augenlicht lässt nach. |
Schmeckd faschd wia dr´hoim. | Nach einem vorzüglichen Essen bei Freunden oder Bekannten |
Schmiera ond Salba hilft allendhalba. Hilfd´s ed bei de Kerra, no hilfd´s doch bei de Herra. | Wie wahr, wie wahr |
Schwarze Küah geant au a weiße Milch. | Auch schwarze Kühe geben weiße Milch. |
Schwätz, was wahr isch, iss, was gar isch, trink, was klar isch! | Rede keinen Unsinn, iss vernünftig und trinke nur Gutes! |
Segd oin Has zom andra: Du hosch jô lange Auralabba ! | Sagt ein Hase zum anderen: Du hast vielleicht lange Ohren! |
Sieba Johr hent se´s Michele mid mr drieba, aber i han´s glei´ gemerkt! | Hauptsache, man merkt es gleich. |
So domme Hond wia mir feif, gibd´s koine vier, denn mir drei, send de zwoi oizige. | Schwäbische Zahlenlehre |
So ischs rechd, nô´s Arschloch gschond ! | Wo Saufen viel Ehr, ist das Kotzen keine Schande |
So schmeissd mrs em Hond no. | Wenn man etwas zugeworfen bekommt, was man unmöglich fangen kann. |
Solang mr sengt, isch d´Kirch net aus. | Es ist noch Hoffnung ! |
S´Falla isch koi Konschd, abbr s´Aufschdanda. | Hinfallen ist keine Kunst, aber das Aufstehen. |
S´ganz Johr krank ond an Martini erscht koi Leich. | Man kann sich aber auch auf nichts mehr verlassen. |
S´geit bloß oi Beißzang uff dr Welt aber jeder moint, er häb se dahoim. | Ja, ja, die Ehefrauen. |
S´gibd nix bessers, wia äbbas guads. | Das Bessere ist des Guten Feind |
S´gôht hald blos breggallesweis | Alles dauert seine Zeit |
S´Haus verliert nix | Im Haus geht nichts verloren |
S´isch arg ond doch net gschwolla ! | Es ist Glückim Unglück |
S´isch ebbas args, was i Wurschd fressa muß, bis meine Kendr vo dr Haut sadd wärdad. | Schlimm, wieviel Wurst man essen muß, bis die Kinder von der Pelle satt werden. |
S´isch et iberall Brauch, daß mr dr´Arsch butzt, eh mr gschissa hôt. | Auf die Reihenfolge kommt es an. |
S´isch gschbässig, daß oin an leer Beudl meh druggd, als an vollr. | Ein leerer Geldbeutel drückt mehr, als ein voller .. |
S´isch guad, daß´r gschdorba isch, er hädd sowieso nemme lang gläbd. | In allem ist was gutes .. |
S´isch koi Not am Fiedle, solang s´Hemmed net brennt. | Das ist doch nicht so schlimm. |
S´isch koiner zom Vielfrass gebora, aber ma ka oin dazua zieha. | Schau einer die vielen dicken Kinder an .. |
S´isch nemme des, was mr g´hett hend, wo mr´s ghett hend. | Ja, die guten alten Zeiten. |
S´isch net jedr a Mô, wo a Weib hôdd. | Aber vielleicht hat er ja Pantoffeln |
S´isch no koi Gaas em Wasser vrsoffa. | Es ist noch Gans ertrunken, also trau Dich! |
S´isch no koi Mäusle onder am´a Heihaufa verstickt. | Eine zarte Frau, die einen gewichtigen Partner hat. |
S´Läba isch koi Schläghafa | Das Leben ist kein Honiglecken |
S´Liaba ond s´Senga, lasst sich net vrzwenga | Das Lieben und das Singen, läßt sich nicht verzwingen. |
S´menschalet halt iberall, sogar em Hemmel. | Wir sind alle nur Menschen. |
S´regned net äll Dag Buttr en Brei | Es geht nicht immmer gut aus |
S´schaffa g´haird abgschaffd, dass ma endlich Zeid hod fir a aaschdendigs G´schäfd | Sagen Sie das zu keinem Schwaben !! |
Trink bloß was klar isch, eß bloß was gar isch, sag bloß was wôhr isch.. | Dagegen ist nichts einzuwenden |
Uff am Kirchhof liagad an Haufa Leit, dia glaubd hennd, ohne sie gôhds nedd. | Auf dem Friedhof liegen viele Menschen, die sich für unersetzlich hielten. |
Uff da Gaul wo ziaht, haut mr nei. | Wer die Arbeit macht, bekommt auch noch die Kritik. |
Viel Drobbfa geand au an Bach. | Kleinvieh macht auch Mist |
Viel Ehr macht gern dr Beutel leer. | Viel Ehre ist oft eine brotlose Kunst. |
Viel Händ machad bald en End. | Viele Hände führen zu einem schnellen Ende. |
Viel Händ send emmer guat, außer en dr Schüssel. | Viele Hände sind immer gut, außer man isst aus einer Schüssel. |
Vo deam seim Roschdbrôda hosch zwoi Däg Muskelkadr en dr Gosch. | Der kocht wirklich reichliche Portionen. |
Vom viela Schaffa vrreckad d´Gäul | Also, immer locker bleiben |
Von de Leut muaß mr's Geld nemma, von de Bäum kann mrs no nedd schüttla. | Geld muss man von den Menschen nehmen, von den Bäumen kann man es ja nicht schütteln. |
Vor dr Hochzich sait mr Mulle, nôch der Hochzich Kaddz ! | Nach der Hochzeit werden die Kosenamen immer dezidierter. |
Vo´ma Ochsa ko mer net mehr verlanga, wi´a guats Stick Rendfloisch. | Jeder nach seinen Fähigkeiten. |
Wa deand denn dia do danna en denne Dennela denna ? | Schwäbischer Zugenbrecher |
Warom a Wiaschde heirata, a Scheene frisst au et meh. | Schwäbische Pragmatik. |
Was de nedd biaga kôsch, sodsch au nedd brecha. | Was Du nicht biegen kannst, solltest Du auch nicht brechen. |
Was Dein isch, isch au Mein ond was Mir ghört, geht Dia nô lang nix a. | Was Dir geht gehört, gehört auch Mir und was Mir gehört, geht Dich gar nichts an. |
Was diu da ganza Dag iber schaffd, machad andre beim Zwelfeschlaga. | Ein ganz stinkfaules Frauenzimmer .. |
Was dr Baur edd kennd, frisst er edd. | Zumindest wenn ein Rostbraten die Alternative ist |
Was e schene Biara isch, geit au e schene Huddzl! | Eine schöne Frau, bleibt eine schöne Frau! |
Was gern danzd, dem isch guad aufschbiela. | Manchmal brauchts halt nur wenig .. |
Was gôht mi mei saudomms Gschwätz von geschtern a? | Hat schon Adenauer erkannt. |
Was i hergei, haon i nemme. | Was ich hergebe, habe ich nicht mehr, wie wahr. |
Was koin Wert hôdd, isch sogar geschenkd zu teuer. | Das ist überhaupt nichts wert! |
Was mr heut trenkt, muaß m´r schô morga nemme trenka. | Wer schon abends frühstückt, kann morgens länger schlafen. |
Was mr nedd lubbfa kô, soll mr liega lassa. | Man sollte sich nicht selbst überschätzen! |
Was mr net lubbfa kô, soll mr liega lau ! | Man soll sich nie selbst überschätzen ! |
Was nützt mi a schöne Schüssel, wenn nix meh drenne isch. | Die Optik allein machts auch nicht. |
Was schee isch, brauchsch net lang buddza. | Ein schöner Mensch ist schön. |
Was uf em Disch stoht, isch scho vrschmerzt. | Was auf dem Tisch steht, ist schon verschmerzt. |
Wega oim dünna Aschd haut mr an Baum nedd om. | Immer auf die Relation achtan. |
Weibersterba isch koi Verderba, aber Kuah verrecka, des isch a Schregga. | Schwäbische Prioritäten-Liste! |
Wemmer no gsond isch ond guate Schuah hodd, dass mr dr Arbet drvolaufa ka.! | Hauptsache man ist gesund und hat gute Schuhe, um der Arbeit davonlaufen zu können. |
Wemmr emma alda Dregg rudelt, nô stinkt er. | Eine alte Sache soll man nicht mehr aufrühren. |
Wemmr nô reich wärad, arm wärad mr schnell wieder. | Oh wenn wir doch reich wären, arm wären wir dann schnell wieder. |
Wemmr wissa däd, was mr net woiß, no däd mr meh wissa, wia wemmr net woiß, was mr net woiß. | Tiefschürfende schwäbische Erkenntnis, die einen meist nach vielen, vielen Viertele durchzuckt. |
Wenn a Aug nedd will, nô hilft au koi Brill. | Unvernunft bleibt Unvernunft. |
Wenn älle Herra wärat, wer däd nô dia Sei hiada? | Wenn alle Menschen HERREN wären, wer würde dann die Schweine hüten? |
Wenn de mr des net glaubsch, nô liag i de gärn mid was anderm ô. | Ich bin sehr erfindungsreich .. |
Wenn der d`Gosch uffmacht, nô isch scho gloga. | Der lügt doch bei jedem Wort. |
Wenn dia zom Dierarzd gohd ond sich bescheiniga lessd, dass se a Rossfiedla hot, no derf se auf´d Schdross scheissa. | Sehr unfeiner Spruch über eine Frau mit etwas breiterem Gesäß |
Wenn Dommheit gloi machd, nô kôsch onderm Debbich mid Schdelza laufa. | Wenn Dummheit zum Zwerg macht, dann kannst Du unterm Teppich auf Stelzen gehen. |
Wenn Dommheit schnell macha däd, no miasd drsell dr Zoller nuff bremsa | Wenn Dummheit schnell machen würde, müsste der da den Berg nianuf bremsen |
Wenn dr Bauer et schwemma koh, isch halt sei Badhoos schuld. | Es findet sich immer ein anderer, der Schuld ist .. |
Wenn dr Beddlmâ uffs Ross kommd, reitet er s z`dood. | Wenn der Bettler aufs Pferd kommt, reitet er es zuschanden. |
Wenn dr Hund edd gschissa hett, denn het´n dr Has verwischd. | Wenn das Wörtchen wenn nicht wär |
Wenn dr Neid wias Feuer brenna däd, wär des Holz nedd so teuer. | Wenn Neid brennen würde, wäre der Holzpreis nicht so hoch. |
Wenn dr Schdiefl henda a Loch hodd, setzt mr vorna koin Bleddz druff. | Auf die richtige Reaktion kommt es an! |
Wenn dr Schnai hoch liegt, nô scheisset Baura zom Dach naus. | Es findet sich für alles eine Lösung. |
Wenn dr Schnai laid auf´am Gländr, nô isch Wändr. | Aber wann gibts noch richtige Winter ? |
Wenn dr´Gaul z´guad em Fuadr schdohd, schlechd´r aus. | Wenn ein Pferd zu gut im Futter steht, schlägt es aus.. |
Wenn du Dei Nôs in mein Arsch stecksch, nô hann ich a Nôs em Arsch ond du a Nôs em Arsch , aber i bin reladief besser drâ. | Die Erklärung der Relativitätstheorie auf schwäbisch .. |
Wenn du Dengr zua meinr Dengere Dengere saisch, nô sag´i zu deiner Dengere au Dengere! | Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus! |
Wenn d´ Katza Gäul wärad, nô könnd mr auf d´ Bäum nuffreida. | Wenn das Wörtchen 'wenn' nicht wär... |
Wenn d´Ärbat reich macha dät, wär dr Ochs reichr als dr Bauer. | Die Kopfarbeit hat Ihre Vorteile. |
Wenn d´Bir zur Hutzel wird, no hot mer nemme lang drô. | Sic transit Gloria mundi. |
Wenn d´Kuah koin Schwanz meh hodd, nô woiß se erschd, fir was´r guad war. | Einen großen Verlust bemerkt man oft zu spät. |
Wenn d´Maus voll isch, schmeckt´s Mehl bitter. | Mit vollem Bauch, studiert sich's schlecht. |
Wenn d´r Wirt schbringt, nô isch ebbes passiert! | Also aufpassen |
Wenn d´Weiber oms Feier romschtandet, no moint a jede, se misst au a Scheitle neischmeißa. | Na ja, Weibermund tut Wahrheit kund .. oder so. |
Wenn i geschdern gwißd het, was i heud woiß, miaßd e morga et do, was i früher scho et gern do han. | Wenn ich früher gewusst hätte, was ich heute weiß, müsste ich nicht morgen etwas tun, was ich schon früher nicht gemocht habe. |
Wenn i noamol auf d´Welt käm, i käm nemme ! | Pessimistische Lebenseinstellung |
Wenn i schnell schaff, werd i schnell müad. | Wer schnell arbeitet, wird schnell müde. |
Wenn ma vom Esel schwätzt, no kommt er. | Das haben Sie bestimmt auch schon erlebt ? |
Wenn mir dädad, wa mr sotad, däd dr Herrgott, wa mr wellat | Der Mensch denkt, Gott lenkt |
Wenn mr dem an Pfenning in Arsch klemmt, nô goht Prägung raus. | Ist das ein Geizhals ! |
Wenn mr dr´ Koch net mog, schmeckt de bescht Supp´ net! | Wenn man jemanden nicht leiden kann, dann kann man eben nichts machen. |
Wenn mr net duat wia d'Leut, hodd mr's net wia d Leut. | Wenn man nicht mit den Wölfen heult, wird man auch kein Wolf. |
Wenn nô älle so wärat, wia i sei sott. | Tiefschürfende schwäbische Selbsterkenntnis |
Wenn nô dr Buggl au Bauch wär ! | Oh wenn ich doch noch mehr essen könnte ! (Lob nach einem guten essen) |
Wenn Wassr Wei wär, wia wolldad d`Weibr Windla wäscha ? | Wenn Wasser Wein wäre, worin sollte man dann Windeln wachen ? |
Wenn's Glück regnet, standet mr onder, ond wenn's Brei regnet, hennd mir koin Löffel. | Wenn es Glück regnet, stehen wir unter - und wenn es Brei regnet, haben wir den Löffel nicht dabei. |
Wenn's Weib nedd drhoim isch, isch dr Ma Moister. | Wenn die Frau nicht zuhause ist, ist der Mann Meister. |
Wenns´s schaffa was leichts wär, däts dr Schultes selber. | Wenn ein Macher nicht macht, fällt es mehr auf, als wenn ein Grübler nicht |
Wenn´e scho koin Baur be, gôhd mr au koin Gaul edd he, brichd mr au koin Ox a Horn, scheisst mr au koi Kaddz ens Korn. | Schwäbischer Trost für arme Menschen |
Wenn´s bressiert, soll mr edd hudla. | In der Ruhe liegt die Kraft, auch in der Eile. |
Wenn´s Glas voll isch, nô isch leicht hald schreia. | Bescheidenheit ist eine Zier, doch .. |
Wer a Kälble will, muass a Kuah beddla. | Das Ziel wird selten auf geradem Weg erreicht. |
Wer als Ochs gebora isch, schdirbt net als Nachtigall. | Man bleibt, was man ist .. |
Wer an Nagel bis an da Kopf eischlägd, kô koin Huad drâ aufhänga. | Beim Arbeiten immer den Kopf einschalten. |
Wer aus Liab heiert, hôt scheene Nächt, aber harte Däg. | Wer aus Liebe heiratet, hat schöne Nächte, aber harte Tage. |
Wer d´Zündhölzer net spart wia´d Scheit, kommt et weit. | In den kleinen Dingen muß man sparen, um sich die großen leisten zu können. |
Wer edd will, hot khedd ond wer khedd hot, braucht nix mai ! | Wer nicht will, hat schon gehabt und wer gehabt hat, braucht nichts mehr ! |
Wer en dr Jugend net tobt, tobt em Aldr. | Wer sich nicht beizeiten die Hörner abstösst .. |
Wer en dr Jugend zviel fährt, muass em Alter laufa. | Wer ist der Jugend zuviel fährt, muss im Alter laufen. |
Wer globd werda will, muass schderba, wer gschimpft sei will, muass heira ! | Wer gelobt werden will, muß sterben, wer ausgeschimpft werden will, muß heiraten ! |
Wer lang frogd, gôhd lang irr. | Wer viel fragt, bekommt viele Antworten. |
Wer lang frogd, lebt lang | Wer viel fragt, lebt lange |
Wer lang isst, leabd lang. | Wer in Ruhe ist, lebt lange. |
Wer net mault ond jômmrd, isch so guad wie hee | Wer nicht schimpft oder jammert, muss schon tot sein |
Wer nimmt scho gern an Sack Hirschg´weih in Arm. | Das kann man über Pamela Anderson nun wirklich nicht sagen. |
Wer nix glernd hodd, kô au nix vrgessa. | Schulkinder: bitte weiterlesen !!! |
Wer nix glernt hodd, kann au nix vrgessa. | Wer nichts gelernt hat, kann auch nichts vergessen. |
Wer oimal en sei Hos gschossa hodd, muass ällaweil stinka. | Der Fluch der bösen Tat. |
Wer selbr gôht, braucht net zoge ond net gschoba werda. | Wer alles selbst macht, ist seines Glückes Schmid. |
Wer sich midd Honig aschmierd, den fressat d`Fliega. | Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. |
Wer Stiega feaga will, muass oba afanga. | Wer eine Treppe fegen möchte, sollte oben anfangen. |
Wer uff´am Scheißhaus gebora isch, kommd uff koi Kandabridd. | Man bleibt, was man ist .. |
Wer viel Geld hot ond isch saudomm, kauft a alts Haus ond bauts oft om. | Leider wahr |
Wer Wend macht, isch no lang koi Weddrmacher. | Wer viel Wind macht, ist noch lange kein Wettermacher. |
Wer zum O`gliegg gebora isch, der brichd da Fengr em Hosasagg. | Wer kein Glück hat, bricht sich auch noch den Finger in der Hosentasche. |
Wer zum zwoitemol heiret, der isch edd wert, dass emms erschte Weib gschtorba isch. | Da sag ich nichts dazu ! |
Wia mr isst, so schaffd mr au ! | Wie man isst, so arbeitet man auch ! |
Wo a Ladd wackelt, wackelt maischdens au noh meh. | Wo eine Dachlatte lose ist, leigt meist noch mehr im argen. |
Wo dr Wai neilauft, gôhd dr Vrschdand naus. | Deshalb sollte man den Wein nur mäßig in größeren Mengen genießen. |
Wo d`Nood zur Dier reikommd, fliagd d`Lieb zom Fenschdr naus ! | Wo die Not zur Türe hereinkommt, fliegt die Liebe aus dem Fenster ! |
Wo d´Liab nafällt, bleibt se liaga, ond wenn´s auf´am Mischthaufa isch! | Wo die Liebe hinfällt ... |
Wo Geld isch, isch au dr Deifel, wo kois isch, dô isch er zwoimal. | Wo Geld ist, ist auch der Teufel, wo keines ist, ist er sogar zweimal. |
Wo se den gmacht hen, isch dr Hemmedzipfel drzwischakomma .. | Verklemmtes schwäbisches Liebesleben ? |
Wo´s en dr Friah donnerd, schlägds am Mittag ein. | Wo es in der Frühe donnert, schlägt es am Mittag ein. |
Wo´s net brennt, g´hert net g´spritzt. | Alles zu seiner Zeit! |
Wo´s saufa a Ehr, isch´s koddza koi Schand. | Vom ehemaligen Stuttgarter OB Rommel |
Zahla machd Frieda. | Zahlen bringt Frieden. (wie wahr) |
Zea Ochsa ond an Baur geand a Dutzed | Zehn Ochsen und ein Bauer sind ein Dutzend (Ochsen) .. |
Zerscht muass ma en Stall han, eh mr a Kuah kauft. | Eines nach dem anderen! |
Zom Freßsack wird koiner gebora, aber uffzoga. | Zum Vielfraß wird keiner geboren, aber gemacht. |
Zom Glick isch´r gschdorba, er hätt eh nemme lang glebt. | Man muß halt Glück haben im Leben |
Zu de Leut komma ond bei de Leut sei, isch Zwoierloi. | Zu den Menschen kommen und bei den Menschen sein - ist ein Unterschied. |
Zu dridd schaffa, zu zwoid schlôfa, alloi ärba. | Da spricht nichts dagegen |
Zur Hochzeit ganga und nix schenka isch, wia wenn einer brunzt und koin Furz läßt. | Man beachte den kausalen Nexus! |
Zviel isch bittr, ond wenns Honig wär. | Allzuviel ist ungesund |
Zwoi Weibr geand a Kirbe, dreie geand en Margd. | Saudummer Chauvinismus ! |
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